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Damals wie heute sind Verbrechen und Bestrafung, Unrecht und Recht ein Teil unserer Gesellschaft. Die Ursachen für die Straftaten und der Umgang damit unterlagen immer auch den politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen.
Nicht nur alte Gerichtsakten, Amtsblätter und Ermittlungsakten geben uns heute Aufschluss über die Verbrechen und Vergehen der Vergangenheit. Auch die Kirchenbücher enthalten häufig interessante Details, zeigten sich die Schriftführer doch mitunter sehr schreibfreudig, wenn es um kriminelle Vorfälle in ihrem Zuständigkeitsbereich ging.

 

                               

 

Aber auch eher zeittypische Verbrechen wie der Schweinediebstahl 1910 in Teendorf,  bei dem die Schweine nicht nur gestohlen, sondern an Ort und Stelle geschlachtet wurden, sind Bestandteil dieser Fallsammlung. Ungeklärte Leichenfunde, aufsehenerregende Suizide und Todesfälle, die durch fahrlässigen Schusswaffengebrauch entstanden sind, werden der Vollständigkeit halber gelegentlich mit dargestellt, da auch diese Fälle die Gendarmerie/Polizei beschäftigten.

Die Mehrheit der in diesem Buch dargestellten Straftaten wurde aus historischen Lokalzeitungen der Region zusammengetragen. Die vorliegende Sammlung erhebt somit nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll nur einen kleinen Einblick in die Ermittlungsabläufe und die Berichtserstattung vergangener Zeiten geben.
Das vorliegende Buch berichtet von Taten, wie sie auch heute noch geschehen können, wie vom 1811 verübten Raubmord im Stadorfer Holz, dem Doppelmord in Bollensen 1909 oder der Vergewaltigung eines jungen Mädchens im Sommer des Jahres 1911.

 

In der Uelzen-Isenhagener Zeitung erschien am 09.08.1932 dieser Artikel über den Fund eines toten Kindes im Straßenkanal

 

Der Leser soll sich anhand dieses Buches selbst ein Bild über die gute alte Zeit machen können, die sich bei genauerer Betrachtung, zumindest in Art und Umfang krimineller Handlungen, nicht allzu sehr von unserer Gegenwart unterscheidet.
Verändert hat sich jedoch das Bewusstsein für das Strafmaß. Während in früherer Zeit Mörder und Giftmischer gerädert, Kindesmörderinnen lebendig begraben wurden und die Gefängnisse und Zuchthäuser lediglich als Verwahranstalten dienten, sieht der moderne Strafvollzug neben dem Schutz der Allgemeinheit insbesondere Entlassungsvorbereitung, Resozialisierung sowie Arbeits- und Sozialtherapie vor, und für die Opfer stehen Beratungsstellen und Therapiemöglichkeiten zur Verfügung

 

 
Am 09.10.1922 berichtet die Zeitung über die bestohlenen Dienstmädchen in Gerdau

 

Alle Texte sind der Authentizität halber im Originalwortlaut und somit auch in alter Rechtschreibung wiedergegeben. Sie wurden in einigen Fällen zusätzlich kommentiert
und ergänzt. Im Hinblick auf bessere Verständlichkeit erfuhren die Beiträge teilweise eine leichte textliche Überarbeitung. Sofern Namen in den Fällen der 1930er- und 1940er-Jahre nicht bereits in der Zeitung veröffentlicht wurden, wurden diese gekürzt
bzw. bei kindlichen Opfern auch als Pseudonym angegeben, um die Personen zu schützen, die heute durchaus noch leben könnten. Dies betrifft vorwiegend jene Verbrechen, die in Gerichtsakten überliefert sind.

 

http://www.stadtarchiv-bad-bevensen.de